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Liebe-Lose-Gedichte 
- Alltags - Geschichten

 Im Dichterhimmel - Lieblingsstück

 
 
Fluss

 Der Fluss von Karin Rohner


Im Dicherhimmel

Im Dichterhimmel herrscht, wie in guten Häusern üblich, die Sitte, die schmutzigen Schuhe vor der Zimmertür zurückzulassen, in der Hoffnung, irgendein Bediensteter möge sie des Nachts putzen. Doch auch hier ist der Service nicht mehr das, was er mal war. Anderntags stehen die Schuhe genauso schmutzig auf der Matte, wie man sie verlassen hatte.
Weil niemand gern Dreck an den Schuhen hat, seien es eigene oder geliehene, beginnt das Hin- und Hergeschiebe. Meine Schuhe, Deine Schuhe, fremde Schuhe, keine Schuhe... So mancher stolpert herum in viel zu großen Schlappen. Ein anderer schmückt sich mit fremden Schuhen und schiebt dem Nachbarn den Dreck in die Stiefel. Ganz zu schweigen von dem Dichter, der sich jeden Schuh anzieht, passend oder nicht, über Hühneraugen klagt, aber nie merkt, wo der Schuh drückt. Seitdem spaziere ich nur noch barfuß herum... 

© Karin Rohner 2012

Mein Lieblingsstück

Ich weiß nicht, wie es euch geht  – ich habe ein Lieblingsstück, und das trage ich seit über 20 Jahren – mein schwarzer knöchellanger Ledertrenchcoat. Der hat vor 22 Jahren 400 Mark gekostet, und ich habe ihn mir geleistet als mein Sparvertrag zugeteilt wurde.
Diesen Trench trage ich bis heute am liebsten. Alle andern Mäntel oder Jacken sind nur Notlösungen, die zum Tragen kommen, weil es für den Ledermantel im Winter zu kalt und im Sommer zu warm ist. So richtig wohl fühl ich mich erst, wenn ich meinen Trench aus dem Schrank hole. Inzwischen wurden neue Taschen eingesetzt. Vor 10 Jahren ließ ich von einer Schneiderin ein neus Ärmelfutter einnähen. Und vor 2 Jahren habe ich das alte Body-Futter heraus getrennt, weil es auseinander fiel. Die kümmerlichen Reste verwandte ich als Schnittmuster für ein attraktives Futter in gestreiftem Jeansstoff. Meine alte Bernina hat vielleicht gekeucht. Seitdem sieht der Trenchcoat von innen neu und edel aus.
Die Gebrauchsspuren außen ließen sich allerdings nicht beseitigen. Die Ecken am Koller wurden mit Leder hinterlegt und geklebt. Die Knopflöcher mehrfach verkleinert. Es ist  eben ein alter Trenchcoat, der von Jahr zu Jahr schwerer zu werden scheint. Eines Tages werde ich unter seinem Gewicht zusammenbrechen. Aber ich liebe ihn!

© Karin Rohner 2011

Geschichten  -  Zwiebeljette - Gefühl

Philosophisches zur Nacht  - Der Storch von Zehdenick  -
 
 






Reime und Reimlyrik Top1000 
 
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Karin Rohner
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Dichtkunst von Karin Rohner und Freunden

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