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Liebe-Lose-Gedichte -
Frühlingsmosaik
Liebevoll und lose Gereimtes von
Karin
Rohner und Freunden
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Später
Frühling
Dem Frühling fehlt bis dato es an Schwung?
Warum denn wohl? Er wurde ein Jahr älter!
Hält er sich auch für unbesiegbar jung,
es mangelt ihm an jugendlichem Schwung.
Der Frühling, scheint mir, ist nicht mehr blutjung,
und langsam werden seine Tage kälter.
Nur zaghaft wagt er einen Seitensprung -
rutscht aus - und fühlt sich 1000 Jahre älter.
©
Karin Rohner 2005
Blumen-Rondeau
Mit Blumen solltest du es sagen!
Sie geben Antwort auf dein Fragen.
Vielleicht schreibst du auch ein Gedicht!
Ich wüsst nicht, was dagegen spricht.
Darum mein Freund, nur nicht verzagen!
Wie schön ist's, wenn die Winterklagen
verstummen und an Frühlingstagen
die Sonne durch das Dunkel bricht.
Mit Blumen...
Und innendrin wächst Wohlbehagen.
Die Welt lässt sich viel leichter tragen,
malst du ihr Blumen auf's Gesicht.
Nur brechen solltest du sie nicht.
Das würde ihnen nicht behagen,
den Blumen.
©
Karin Rohner 2003
Lenz
(Rondeau)
Der Lenz ist da. Klingt das nicht etwas bieder,
verbraucht? Und dennoch zuckt es durch die Glieder,
als hätte man nichts Grünes mehr geglaubt.
Schon sind die Zweige zart und hell belaubt,
und Blüten regnen auf die Wiesen nieder.
Die Amsel putzt ihr glänzendes Gefieder
und schmettert wilde, unverschämte Lieder...
Und wie im Wind die Haselblüte staubt!
Der Lenz ist da!
Was für ein Duft - im Garten blüht der Flieder.
Die Sonne blendet und man schließt die Lider.
Da neigt die Frühlingsgöttin still ihr Haupt,
Oh nein, der Winter hat sie nicht geraubt.
Die ältesten Gefühle stimmen wieder:
Der Lenz ist da!
© Oswald
Köberl 2007
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