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Liebe-Lose-Gedichte -
Zwischen Griechenland
und Internet
Kleine
Einführung in die Dichtkunst -
mit Textbeispielen klassischer Dichter
V. Die Serbischen
Trochäen II
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Aus den Abassiden
August Graf von Platen, aus dem vierten
Gesang
Aber wenden wir den Blick zurück nun
nach dem Schiff, auf dem befand sich Assad.
Jenes zog gen Indien, Elfenbein dort
einzuhandeln. Alle Segel schwollen,
glücklich schien die Fahrt. In weniger Tage
Frist erhob sich ein geringes Eiland,
grün und flach, vor ihrem Blick. Sie steigen
dort ans Land, weil eben Meeressstille
eingetreten war. Sie nehmen alles
Kochgerät mit sich und schüren Feuer.
Aber plötzlich schreckt ein heftiger Erdstoß,
also schiens, sie auf, und ihren Irrtum
sehn sie voll Entsetzen: Was ein Eiland
allen dünkte, war ein ruhig schlafend
hingestreckter, ungeheurer Walfisch.
Nach und nach durch jenes Feuers Hitze
wach geworden, dehnt er seines Leibes
Riesenmasse, schleudert ab die Mannschaft,
stürzt ergrimmt sich auf das Schiff, zerschlägt es,
dass die Trümmer nach den Wolken flogen;
dann verfolgt er seine stolze Reise.
Zwei Matrosen bloß, mit ihnen Assad,
retten schwimmend auf das öde Wrack sich.
Ohne Hoffnung, zwischen Tod und Leben,
bringen dort die Nacht sie zu. Der tiefste
Friede lag, wie brütend, auf dem Wasser.
(Wackernagel, Gedichte, 1845)
Heimweh,
Ghasel
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